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Herzrettung in Niederkrüchten

Die FDP Ratsfraktion hat am 2. Juli 2026 einen Antrag zum Thema "Herzrettung in Niederkrüchten an die Gemeinde gestellt.
-Bestandsaufnahme, Stärkung der „Mobile Retter"-Initiative und Aufbau eines ortsteildeckenden Defibrillator-Netzwerks mit 24/7-Zugang-

Herzrettung in Niederkrüchten 
— Bestandsaufnahme, Stärkung der „Mobile Retter“-Initiative und Aufbau eines ortsteildeckenden Defibrillator-Netzwerks mit 24/7-Zugang

1. Vorbemerkung/ Begründung

Medizinische Ausgangslage

Bei einem außerklinischen Herzstillstand sinkt die Überlebenschance ohne Reanimation pro Minute um rund zehn Prozent. Im Jahr 2024 erlitten in Deutschland schätzungsweise rund 136.000 Menschen außerhalb eines Krankenhauses einen plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand — das entspricht durchschnittlich 370 Fällen pro Tag (Deutsches Reanimationsregister, Jahresbericht 2024). 

Laut demselben Register traf der Rettungsdienst 2024 bundesweit nur in 73,2 % der Fälle innerhalb von acht Minuten ein — das selbst gesetzte bundesweite Ziel von 80 % wurde damit erneut verfehlt.

Für eine Flächengemeinde wie Niederkrüchten mit 16 Ortsteilen auf 67 km² und einer gesetzlichen Hilfsfrist von bis zu zwölf Minuten im ländlichen Bereich nach dem RDG NRW ist diese Datenlage besonders relevant. Die Laienreanimationsquote stieg 2024 auf 55,4 % — erfreulich, aber: Der erste Defibrillationsschock erfolgte bundesweit erst in zwei Prozent der Fälle vor Eintreffen des Rettungsdienstes (Deutsches Reanimationsregister 2024). Die Verfügbarkeit qualifizierter Ersthelfer und zugänglicher AED-Geräte vor Ort bleibt damit der entscheidende Engpass.

Auf Basis der bundesweiten Fallrate von 30 bis 90 außerklinischen Herzstillständen pro 100.000 Einwohner ist für Niederkrüchten statistisch mit 5 bis 14 solcher Fälle pro Jahr zu rechnen (Hochrechnung auf Basis Deutsches Reanimationsregister 2024). 

Der überdurchschnittliche Altersdurchschnitt der Gemeinde von 46,4 Jahren erhöht diese Wahrscheinlichkeit zusätzlich.

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